Theorie-Wochen bei den ‚Annäherungen‘

Da sich in meinem Ordner mit interessanten Beiträgen zur Rolle bzw. Lage der marxistischen Theorie in der VR China einiges angesammelt hat, habe ich mir vorgenommen diesen Themenkomplex etwas genauer zu betrachten. Den Anfang machen ein oder zwei Beiträge zur Rolle des „Manifests der Kommunistischen Partei“ von Karl Marx und Friedrich Engels im vor- und nachrevolutionären China, da ich in dieser Frage zur Zeit eine gute Quellenlage vorfinde. Danach möchte ich auf den Marxismus und seine Rolle an chinesischen Hochschulen und Universitäten eingehen, um mit Betrachtungen zu aktuellen Bemühungen der KPCh zur Revitalisierung der marxistischen Theorien im Hinblick auf die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse zu schließen.
Ich hoffe, dass die kommenden Beiträge eine Betrachtung der VR China um einen interessanten Aspekt erweitern. Schließlich ist die Frage der politischen und wirtschaftlichen Verfasstheit hochumstritten: In den wissenschaftlichen Diskursen zeigen sich starke Widersprüche auf. Und die Frage einer vermeintlichen oder tatsächlichen Abkehr vom Marxismus wird sowohl von linken als auch konservativen Autoren und Wissenschaftlern so unterschiedlich bewertet, dass sich derzeit kein geschlossenes Meinungsbild ergibt. Zu dieser Auseinandersetzung mit den Polen „Langer Marsch zum Sozialismus1“ oder „Chinas langer Marsch in den Kapitalismus2“ möchte ich einen kleinen Beitrag leisten indem ich ein weniger beachtetes Thema aufgreife.

  1. Shuxian, Jiang (2000): China. Langer Marsch zum Sozialismus? In: ISW Report Nr. 43, S. 17-22 [zurück]
  2. Cho, Hyekyung (2005): Chinas langer Marsch in den Kapitalismus. Münster : Westfälisches Dampfboot [zurück]